Naturschutzaktionen

Krötenzaunbetreuung

Rettung von jährlich 2500 Erdkröten

Seit 2012 betreuen wir einen 400m langen Krötenzaun zwischen Reitzenhain und Satzung im Rahmen eines Naturforscherclubs. Er wird jeweils zum Winterende mit den Kindern und Jugendlichen unseres Vereins errichtet und von Vereinsmitgliedern täglich kontrolliert. Nach Ende der Wanderung bauen wir den Zaun wieder ab.

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tägliche Aufgaben

Zu den täglichen Aufgaben eines Krötenzaunbetreuers zählen:

  • Kontrolle immer morgens ca. 8 Uhr kontrollieren
  • bei hohen Zahlen zusätzlich abends Kröten vorsichtig einsammeln
  • große Ansammlungen von Kröten (Bälle) auseinandernehmen
  • kleine Krötenpaare zusammen lassen
  • Kröten zählen (Erfassung getrennt Männchen und Weibchen)
  • Kontrollieren welche Tiere sonst noch in den Eimern sind z.B. Insekten, Eidechsen
  • Kröten im Teich und im Tal ins Wasser setzen
  • ggf. Durchlässe im Zaun schließen (z.B. durch Fuchs etc. verursacht)

In den Fangeimern wurden neben der Erdkröte Waldeidechsen, Laufkäfer, Blindschleichen und Kreuzottern aufgefunden.

Hier das Datenblatt zur Krötenerfassung zum Download:

merk--und-datenblatt-kroetenerfassung.pdf [181 KB]

Zählungen 2015 bis 2018

Krötenergebnisse

Dieses Vorhaben wird finanziell unterstützt durch Förderung aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gemäß Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen 2014-2020.

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Bergwiesen-Mahd

Erhalt der Bergwiesen am Erzgebirgskamm

Das Engagement des Förderverein Natura Miriquidica e.V. für den Natur- und Umweltschutz konzentriert sich mit der Durchführung regionaler Projekte auf die Probleme an der Basis, dort wo sie sichtbar und vor allem angreifbar sind. Dazu gehört auch die sich aktuell dramatisch verschlechternde Situation der Bergmähwiesen am Erzgebirgskamm.
Die Tätigkeit des Menschen prägt nun schon seit Jahrhunderten die Landschaft unseres Erzgebirges. Zu den wohl auffälligsten „Errungenschaften“ zählen die Bergwiesen, die nach der Besiedlung und Bewirtschaftung auf den ehemals fast flächendeckend vorhandenen bewaldeten Flächen entstanden sind. Der Bergbau verschlang riesige Mengen an Holz, auch bemühte sich der siedelnde Erzgebirger, immer mehr Flächen ackerbauerlich zu nutzen. Eine kurze Vegetationsperiode, hohe Niederschläge und geringe Sommertemperaturen verhinderten und verhindern zum Teil noch heute im Bergland ab etwa 500 Metern Höhe aber einen wirtschaftlichen Ackerbau. Viehzucht und die damit verbundene Wiesenwirtschaft prägen deshalb die Landschaft. Vielfach entwickelten sich zudem keine Rittergüter sondern eine vielfältige kleinbäuerliche Nutzung der Offenflächen im Nebenerwerb. Schafe und Ziegen wurden tagsüber geweidet, Milchkühe blieben ganztägig im Stall und erhielten das nach und nach gemähte Grünfutter. Auf diese Weise entstanden im Erzgebirge einzigartige Bergwiesenflächen, auf denen teilweise über 100 Blütenpflanzenarten heimisch wurden. Die Situation vieler Bergwiesen und ihr Pflegemanagement sind aktuell aber als kritisch einzustufen.

 

Der Förderverein pflegt deshalb zahlreiche Wiesen (insgesamt ca. 1,5 ha) im Bereich von Rübenau (siehe Übersichtskarte), deren natürliche Vielfalt durch Nutzungsaufgabe oder Intensivbewirtschaftung verlorenzugehen droht. Dazu zählen Bereich in unmittelbarer Nähe zu Siedlungsflächen ebenso wie Renaturierungsflächen und Wiesen mit erheblicher Steilhanglage. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit befinden sich die Wiesen im Besitz des Vereins oder es liegen dauerhafte Pflege- und Nutzungsvereinbarungen mit uns vor. Ziele sind Erhöhung der Biodiversität, die Erhöhung der Strukturvielfalt und die Sicherung der Biotopvernetzung. Dazu müssen die Flächen per Hand gemäht und das Mähgut beräumt werden. Die gewonnene Biomasse wird vorzugsweise zu Heu für die Vereinstiere umgewandelt, unter ungünstigen Bedingungen auch kompostiert. Finanziert werden die Maßnahmen über das EU-Förderprogramm Natürliches Erbe – (RL NE/2007) Teil B Wiederkehrende Maßnahmen zur Sicherung der natürlichen biologischen Vielfalt (NE) des Freistaates Sachsen und aus Eigenmitteln des Vereins.

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„Bergwiesenbegegnungen“ – Naturschutz zum Mitmachen

Jährlich laden wir für eine Woche  in den Sommerferien freiwillige Helfer (Familien, Studenten, sonstige Naturinteressierte) ein, sich bei der Grasmahd und Heuernte auf unseren Rübenauer Bergwiesen zu beteiligen. Jeder kann Teilnehmen, der Interesse und Freude an und in der Natur hat und motiviert ist, bei der körperlich teils anstrengenden Arbeit auf der Wiese mit anzupacken.
Dabei kann jeder selbst entscheiden, wie viele Tage er mithilft. Gearbeitet wird bei jedem Wetter. Wir bieten allen Helfern freie Kost und Logis im Haus der Kammbegegnungen (oder alternativ auf unserem Zeltplatz) sowie nach getaner Arbeit ein tägliches Programmangebot. Mindestteilnahmedauer: 1 Tag. Eine Anmeldung sichert Euch den Wunschschlafplatz im Haus. Eltern haften für Ihre Kinder.

Impressionen Bergwiesenbegegnungen 2018

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Bitte vormerken: die Bergwiesenbegegnungen 2019 finden vorraussichtlich vom 10.08.-16.08.2019 statt

Neuanlage Wildblumenwiesen, -beete und –säume

Unter dem Motto „Leben wieder leben lassen" setzt sich Natura Miriquidica e.V. seit Jahren für die naturnahe Biotopgestaltung ein. Der Verein hat schon zahlreiche Naturgarten-Projekte im Erzgebirge umgesetzt und möchte damit u.a. zur Schaffung vielfältiger Biotope die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft sowie im direkten Lebensumfeld fördern. Die Konzepte zu den Umsetzungen haben wir unserem Vereinsmitglied Silke Kaden zu verdanken, die als erfahrene Naturgartenplanerin mit immer wieder schönen Ideen neue Vorhaben plant. Dabei sind unsere Projekte stets Mitmachbaustellen und werden mit den künftigen Nutzern (Schüler o.ä.) umgesetzt. Gerne sind wir Ansprechpartner für Interessenten, die eine naturnahe Umgestaltung Ihres Außengeländes an Schulen, Kindergärten u.a. planen.

In den letzten Jahren konnten vom Verein folgende Projekte realisiert werden:

06/2017 Naturnahe Umgestaltung des westlichen und zentralen Schulhofbereiches des Gymnasium Marienbergs

10/2016: Deutsch-tschechische Jugendbegegnung „Lebensraum ohne Drogen"

06/2016: Schüler des Gymnasium Marienberg schaffen ersten Naturgarten-Schulhof Ostdeutschlands

10/2015: Kinder und Jugendliche schaffen „Grenz- Lebensräume"

10/2014: Deutsch-tschechische Schülerinitiative entwickelt Zöblitzer Biotopgarten zu einem Naturgarten

06/2014: Deutsche und tschechische Jugendliche gestalten den „Lernort der Artenvielfalt„ Rübenau - 1. Deutsch-tschechisches Lernort-Camp Rübenau

10/2013: Deutsch-tschechische Jugendbegegnung „Kammnaturgarten„ Teil II

04/2013: Deutsche und tschechische Jugendliche gestalten „Kammnaturgarten"

Schmetterlingswiesen

Schmetterlingsaktivitäten im Erzgebirge

Unter der Regie des Fördervereins Natura Miriquidica e.V. mit finanzieller Unterstützung durch das landesweite Projekt „Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ sowie weiterer, unter anderem grenzübergreifender Förderprojekte und Jugendinitiativen aus Sachsen, werden in der Region des Mittleren Erzgebirges umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung der erzgebirgischen Schmetterlingsvielfalt sowie ihrer Lebensräume umgesetzt und eine Sensibilisierung der Bevölkerung zur Bedeutung der Tag- und Nachtfalter in der heimischen Fauna initiiert. Dabei werden vor allem die über 80 Kinder und jugendlichen Mitglieder des Naturschutzvereins als Multiplikatoren aktiv, um in ihrem Umfeld für den Schutz der erzgebirgischen Schmetterlingswelt zu werben.

Bild Schmetterling
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Bausteine dieser Schmetterlingsaktivitäten sind:

  • Pflege mehrerer Lebensräume unterschiedlicher Ausprägung (intakte Bergmähwiesen, Ruderalflächen, Renaturierungsbereiche) mit jährlicher Mahd und Stabilisierung der Nahrungs- und Fortpflanzungshabitate für Schmetterlinge sowie anschließender Artdokumentation
  • Informationsstände und Mitmachstationen zum Thema „Schmetterlinge“ an Tagen der offenen Tür der regionalen Schulen, zu Festivitäten wie zum Beispiel dem Holzmarkt Marienberg sowie zu den vereinseigenen Veranstaltungen wie dem Familiennaturschutztag der Naturschutzstation Pobershau
  • Umweltbildung zu Aspekten der heimischen Schmetterlingsvielfalt in den mehrwöchigen, zum Teil deutsch-tschechischen Feriencamps in der vereinseigenen Naturherberge „Haus der Kammbegegnungen Rübenau“
  • Schmetterlingsaktionen als fester Bestandteil der Aktivitäten der monatlichen Treffen der Vereinsjugend mit jahreszeitlich wechselnden Schwerpunktsetzungen
  • Umfangreiche Biotopgestaltungen auf Renaturierungsflächen einschließlich der Anlage von Hochstauden-Blühflächen sowie Blühsäumen, Magerrasen, Gesteinsbiotopen, Strauch- und Baumpflanzungen und Feuchtbereichen   

 

Im Rahmen dieser Aktivitäten kann den aktiven Teilnehmern ebenso wie den Adressaten der Öffentlichkeitsarbeit der Wert natürlicher Schmetterlings-Lebensräume am Erzgebirgskamm als Resultat natürlicher Prozesse und kultureller Leistungen des Menschen nahegebracht und ein positives Selbstverständnis der Kinder und Jugendlichen in der Identifikation mit der eigenen Heimat entwickelt werden. Das Aufzeigen von Möglichkeiten einer aktiven Gestaltung der naturnahen Kulturlandschaft motiviert alle Akteure, sich für die eigene Heimat einzusetzen.

Staffelmahd Wiese Waldstraße